Es kann doch keinen Fußballgott geben

November 22, 2009 by admin  
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Für den Fußball in Deutschland, insbesondere in Niedersachsen ist dieser Monat November ein wahrlich schlechter.

Da nimmt sich ein sympathischer Nationaltorwart von Hannover 96 das Leben, ein Thierry Henry fällt nichts besseres ein als den Franzosen das WM-Ticket nach Südafrika per Hand zu lösen und dann droht der bisher größte Wett-Skandal auf den europäischen und insbesondere deutschen Fußball zu zurollen. Nicht ganz unbeteiligt hierbei soll der Niedersächsische Zweitligist VfL Osnabrück sein.
Zu allem Überfluss spielt sich in Wolfsburg ein Schauspiel ab, welches man nur mit plötzlich auftretendem Tomaten-auf-den-Augen-Syndrom beim Schiedsrichtergespann erklären kann.

Hier wurde zunächst kleinlich Abseits-Stellungen halluziniert oder Fata Morgana ähnlich Bälle in den Fängen des Nürnberger Torhüters gesehen, die dann doch noch ins Tor konnten, ohne natürlich als Treffer anerkannt zu werden. Dann jedoch wurde alles anders. Plötzlich wurde nichts mehr gesehen. Weder Andreas Wolf’s Stollen im Gesicht von Edin Dzeko noch der Tritt von Raphael Schäfer in die empfindlichste Region von Zvjezdan Misimovic. Auch Josues hartes Einsteigen gegen den Nürnberger Josue wurde nicht gesehen. So hätte die Begegnung des Deutschen Meisters gegen den 1. FC Nürnberg nicht nur Tor und Chancenreich, sondern auch Farbenfroh enden können. Eine 2:3 Niederlage gegen den Aufsteiger wird nun wieder die Kritiker von Armin Veh auf den Plan führen. Zugegeben, diese Niederlage hätte trotz der Fehlentscheidungen nicht sein müssen. Marcel Schäfer hatte einen unterirdischen Tag erwischt und Edin Dzeko bringt beste Chancen aus kürzester Distanz nicht im Nürnberger Tor untern. Die Innenverteidigung ist nicht ganz bei der Sache und müsste im nächsten Spiel mal eine Denkpause erhalten, dennoch ist das Problem nicht beim Trainer zu suchen. Mangelnde Fitness konnte man nicht feststellen. Es ist viel mehr ein mentales Problem, und das Problem das alle beim Meister etwas reißen wollen.

Jetzt bleibt zu hoffen am Mittwoch in Moskau einen Punkt zu holen um dann gestärkt bei den nahezu galaktischen Bremern etwas zu holen. Wie auch immer, der Fußballgott hat sich eine Auszeit genommen, oder aber er ist jetzt durch Wetten sehr reich geworden und hat es nicht mehr nötig als Gottheit zu arbeiten und lässt den Dingen seinen Lauf.