Die Leiden des jungen Meisters

Februar 8, 2010 by admin  
Filed under Spiele, VfL Wolfsburg

Die Stimmung könnte fast nicht gedämpfter sein in Wolfsburg als sie derzeit ist. Die Meisterschaft aus dem letzten Mai scheint schon Jahre her zu sein. Die Abstiegskämpfe 2006 und 2007 sind schon längst vergessen und verdaut. Nach dem 9. sieglosen Spiel in Folge herrscht Untergangsstimmung beim VfL.

Das Warten auf den Befreiungsschlag

Gegen Bayern darf man verlieren, auch zuhause, auch als amtierender Meister. Doch die Vorstellung am Samstag ließ tief blicken. Da liegt doch vieles im Argen was ein ausgetauschtes Trainerteam alleine nicht verantworten kann.

Jetzt geht es gegen zum derzeitigen ungeschlagenen Spitzenreiter Leverkusen und dann kommt Messias Meistermacher Magic Magath zurück nach Wolfsburg. Man kann sich nicht vorstellen das man hier viel erwarten kann. Man hat eher das Gefühl das man selbst in allen ausstehenden Bundesligaspielen bei Freebet-Anbietern die höhere und damit unwahrscheinlichere Siegquote haben wird.

Man hofft das ein vielleicht überraschender Erfolg, einer ganz ohne Nackenschlag wie zuletzt in Hamburg dem Team wieder auftrieb geben kann. Die Hoffnung bleibt, die Angst vor dem Totalabsturz allerdings auch.

Das Warten auf den neuen Trainer

Mögliche neue Trainer die derzeit in den Gazetten kursieren werden sich ihren möglichen Arbeitsplatz ganz genau ansehen und überlegen ob sie das Ruder im nächsten Jahr hoffentlich noch in der ersten Bundesliga rumreißen können.

Doch derzeit wird sich wohl kaum ein Trainer diese Aufgabe zutrauen. Selbst ein Outing mit einem Konzept in der Tasche wird man sich nicht trauen. Zwar könnte es sich der VfL leisten einen neuerlichen Neuanfang zu wagen, doch das dieser schnell Früchte tragen wird ist wohl unwahrscheinlich. Die Kritiker in Wolfsburg werden immer kritischer, die Ungeduld schlägt immer schneller in Nervosität um doch die Misserfolge schlagen nicht in Erfolgserlebnisse um. All das macht das Pflaster Wolfsburg immer noch zu dem wohl schwierigsten Bundesligastandort für einen Trainer in Deutschland. Nach Felix im Wunderland ist das grünweiße Schlaraffenland etwas ausgemergelt. Die Saat wurde bestellt und wird demnächst hoffentlich ausgesät, doch bei diesem harten Winter und gefrorenen Böden schlagen Keime nur schlecht an.

Eine große Chance in der großen Krise

Januar 27, 2010 by admin  
Filed under Jugendarbeit, VfL Wolfsburg

Nun haben auch in Wolfsburg wieder die normalen Gesetzmäßigkeiten des Fußballs gegriffen. Misserfolg – Trainer weg. Nach der Meisterschaft im Mai hat man solche Sachen ja fast nicht mehr für nötig gehalten. Über die Gründe wurde woanders schon ausführlich geschrieben.

Dennoch hat der VfL jetzt eine riesige Chance dass zu erreichen was man in Wolfsburg schon seit Jahren versucht und was selbst die Meisterschaft nur teilweise geschafft hat, nämlich Sympathiepunkte sammeln. Damit meine ich nicht Fans anderer Vereine umzupolen, sondern Antipathien aufzubrechen und ein wenig “normaler” zu werden. Das was ich mit meinem Blog versuche (Vorurteile zu lösen) kann dem VfL auch jetzt gelingen. Wie das gehen soll?

Eine Vision könnte so aussehen: Wir haben nun unseren Amateur-Trainer Lorenz-Günther Köstner (wie heißt es so schön?) “interimsweise” als Cheftrainer befördert. Es wäre nicht das erste mal dass ein Interimstrainer zur Dauerlösung geworden ist. Aber diese untypische Vorgehensweise ist immer noch sehr selten und würde wenn er denn erfolgreich sein sollte, etwas menschlicher und sympathischer erscheinen. Wenn Köstner dann noch ein paar seiner jungen Wilden aus der Regionalliga-Mannschaft befördern würde und damit Erfolg hat, diese dann auch noch deutsche Jungs sind, und man so neue “Stars” gebären könnte, wäre der Effekt kaum anders.

Von der sehr erfolgreichen Jugendarbeit in Wolfsburg wird in Fachkreisen oft gesprochen, jedoch kam diese Arbeit äußerst selten in der Bundesliga an. Somit blieb die Wolfsburger Jugend mehr oder minder von der großen Öffentlichkeit unbemerkt. In Wolfsburg selbst wartet man schon lange auf den Tag an dem wir den Wolfsburger “Podolski” präsentieren. Mit dem neuen Manager Dieter Hoeness, der sich immer schon stark für Jugendförderung einsetzte und in der jetzigen Notlage mit dem Amateur-und-Profi-Chef Köstner am Steuer, könnte es nun soweit sein.

Unsere zweite Mannschaft leistet derzeit grandiose Dinge, die A-Jugend und B-Jugend gehört zu den besten des Landes, es wäre jetzt an der Zeit ein Zeichen zu setzen, den Jungs Chancen zu geben und als netten Nebeneffekt die “jungen Wilden von Wolfsburg” berühmt zu machen.